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Binningen urwaldfreundlich |
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Als Gemeinderätin leitet Agathe Schuler den Geschäftskreis Umwelt. Auf ihre Initiative hat die Gemeinde Binningen am 5. April 2005 die Erklärung „urwaldfreundlich.ch“ unterschrieben. Mehr dazu im Binninger Anzeiger vom 16. August 2007
Binningen urwaldfreundlich Vor rund zwei Jahren, am 5. April 2005, hat die Gemeinde Binningen die vom Bruno-Manser-Fonds und Greenpeace gemeinsam lancierte Aktion „urwaldfreundlich.ch“ unterzeichnet. Mit ihrer Unterschrift verpflichtet sich die Gemeinde Binningen dazu, die Richtlinien von „urwaldfreundlich.ch“ einzuhalten: •Beim Kauf von Hölzern, Holzprodukten und Papier darauf achten, dass diese nicht aus Raubbau an Urwäldern stammen. •FSC-zertifiziertes Holz und/oder Hölzer aus der Schweiz bzw. dem benachbarten Ausland verwenden. •Möglichst immer Recyclingpapier verwenden und beim allfälligen Bedarf an hochweissem Papier nur FSC-zertifizierte Produkte benutzen. Die Aktion „urwaldfreundlich.ch“ vergibt kein Label. Sie unterstützt die Gemeinden auf dem Weg zur Urwaldfreundlichkeit, stellt Informationen und Unterlagen (z.B. Checklisten und Adressen für die Beschaffung etc.) zur Verfügung. Gemeinden mit eigenen Wäldern werden ermuntert, diese nach den FSC-Kriterien zertifizieren zu lassen. Seit Beginn der Aktion Anfang 2005 haben von 2758 Gemeinden 608 die Selbstverpflichtung unterzeichnet, im Kanton Basellandschaft sind es 39 von 86 Gemeinden. Umsetzung in Eigenverantwortung Binningen hat in den vergangenen zwei Jahren Schritte Richtung Urwaldfreundlichkeit unternommen. Der wichtigste Entscheid fiel allerdings bereits vor Unterzeichnung der Aktion „urwaldfreundlich.ch“. Seit Januar 2005 setzt die Gemeinde zu 90% Recyclingpapier ein, dies nicht zuletzt aus ökonomischen Überlegungen (siehe Kasten). In 10% der Fälle wird FSC-Papier benutzt, um Probleme beim Drucken zu vermeiden. Im sanitären Bereich (Toiletten) wird 100% Recycling-Papier eingesetzt. Weil die Gemeinde in den vergangenen zwei Jahren keine eigenen Bauten erstellt und auch kein neues Mobiliar beschafft hat, konnten die urwaldfreundlichen Grundsätze hier nicht zur Anwendung resp. Überprüfung kommen. Bereits in der Vergangenheit (z.B. Anbau Verwaltungsgebäude vor 12 Jahren) wurde aber Mobiliar von einem Lieferanten bezogen, der ausschliesslich umweltzertifizierte (ISO 14001) Produkte führt (keine Verwendung von Tropenhölzern, keine Spuren von Formaldehyd sowie anderen Giften in Spanplatten etc.). Die Geräte auf den Spielplätzen sind aus deutschem Robinienholz und die Bänke, z.B. auf dem erweiterten Dorfplatzteil und auf dem neuen Kinderspielplatz am Schafmattweg aus einheimischem Lärchenholz. In der jährlichen Gemeindeumfrage von „umweltfreundlich.ch“ im März 2007 konnte die Gemeinde ihr Ziel in Sachen Papiereinsatz als bereits erreicht abhaken. Betreffend Holzverwendung haben sich die Bauabteilungen verpflichtet, 2007 eine „Zusammenstellung von bauökologischen Bedingungen für Submissionen bei Gemeindebauten“ zu erstellen und diese in der Folge anzuwenden.
Papierverbrauch der Gemeinde Binningen pro Jahr Papier (Blattformat) 6000 kg Couverts 850 kg Rechnungspapier 150 kg Total 7000 kg Mit der Umstellung auf Recycling-Papier aus 100% Altpapier können folgende Einsparungen erzielt werden: Holz 12'100 kg weniger Holzverbrauch (3300 kg statt 15'400 kg) CO2 3000 kg weniger CO2-Ausstoss (5400 kg statt 8400 kg) Kosten Reduktion um CHF 3000.- (das sind 22%) |